DAS STÜCK

Vor einigen Jahren habe ich das Stück von Janne Teller gelesen und seitdem nicht vergessen. Der Roman ist sehr umstritten und wurde schon in mehreren Ländern verboten.  

„soviel können Eltern / Pädagogen / Lehrer / Sozialarbeiter gar nicht mit den Jugendlichen aufarbeiten, um den Schaden, den der Inhalt anrichtet, wieder gut zu machen.“ - Ausschnitt aus Tobias Hübner's Analyse zu Janne Teller's Roman

Mit einer knappen aber sehr klaren Sprache lässt Teller den Leser in 140 Seiten teil eines kleinen Ortes werden, in dem ein Junge seiner ganze Schulklasse mit nihilistischen Aussagen das Leben erschwert. Nichts - Was im Leben wichtig ist spricht viele Facetten des Lebens an und nimmt einen mit auf die Reise, wie junge Leute mit diesem heiklen Thema umgehen. Die Geschichte spricht diese Themen jedoch mit einer solchen Leichtigkeit an, dass es schlussendlich am Leser liegt, wie sehr er sich nun wirklich damit auseinandersetzen will. Zur Thematik, was das Leben denn für einen Sinn habe und was etwas bedeutet, kommt die Gruppendynamik dazu. In Janne Teller's Roman gibt es keine Figur, die aufpasst und die Jugendlichen aus ihrem fast fanatischen Denken rausholt. Sie müssen mit den Konsequenzen ihrer Taten umgehen.

Diese grosse Frage nach dem Sinn stellen sich viele junge Leute und deshalb ist es wichtig dieses Thema anzusprechen.

„Teller geht noch weiter als William Golding in «Herr der Fliegen» und Morton Rhue in «Die Welle». Nicht nur der Gruppendruck bestimmt die Menschen, es ist auch die Angst vor der eigenen Leere und Bedeutungslosigkeit.“ Christine Lötscher (Tagesanzeiger) 

Wir freuen uns, dass auch ihr am 10.12.2020 dabei seid und euch auf dieses gesellschaftskritische Theater einlässt. 

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